Ab dem 1. Januar 2027 gibt es staatliche Förderung erstmals auf ein echtes ETF-Depot: ohne Beitragsgarantie, ohne Versicherungsmantel, mit bis zu 540 Euro Zulage im Jahr.
Die Förderung auf einen Blick
Altersvorsorgereformgesetz, verkündet am 29. Mai 2026 (BGBl. I 2026 Nr. 156). Stand dieser Seite: Oktober 2026.
Drei Konstruktionsfehler haben dafür gesorgt, dass von rund 15 Millionen Verträgen inzwischen mehr als jeder vierte gekündigt oder stillgelegt ist. Genau diese drei räumt die Reform ab.
Weil zum Rentenbeginn jeder eingezahlte Euro garantiert sein musste, floss das Geld überwiegend in Anleihen statt in Aktien. In der Niedrigzinsphase blieb davon kaum Rendite übrig.
Effektivkosten von häufig 1,5 bis 2,5 Prozent im Jahr haben einen großen Teil der ohnehin mageren Erträge aufgezehrt, Jahr für Jahr und unabhängig davon, wie der Vertrag lief.
Der einkommensabhängige Mindesteigenbeitrag war so kompliziert, dass viele Sparer ihre Zulage nur gekürzt bekamen. Oft haben sie es jahrelang nicht gemerkt.
Du zahlst ein, der Staat legt eine Zulage obendrauf, und das Geld wird am Kapitalmarkt angelegt. Neu ist vor allem, was wegfällt.
Du wählst ETFs und Fonds aus einer gesetzlichen Positivliste, bis zu 100 Prozent Aktien sind möglich. Einzelaktien, Kryptowerte und Hebelprodukte bleiben ausgeschlossen.
50 Prozent auf die ersten 360 Euro im Jahr, 25 Prozent auf alles Weitere bis 1.800 Euro. Der komplizierte Mindesteigenbeitrag entfällt vollständig.
Keine Abgeltungsteuer, keine Vorabpauschale, und jeder Fondswechsel im Depot bleibt steuerfrei. Erst die Auszahlung im Alter wird versteuert.
Stell deinen geplanten Beitrag, deine Kinder und deinen Steuersatz ein. Der Rechner zeigt Zulagen, Steuervorteil und Förderquote für ein volles Beitragsjahr.
Die Kinderzulage bekommt je Kind nur ein Elternteil.
Grobe Orientierung: rund 25 Prozent bei 40.000 Euro, rund 35 Prozent bei 65.000 Euro zu versteuerndem Einkommen.
Förderquote 39 Prozent auf deinen Eigenbeitrag
| Dein Eigenbeitrag im Jahr | 1.800 € |
| davon ungefördertAnteil über 1.800 Euro, ohne Zulage | 0 € |
| Grundzulage | 540 € |
| Kinderzulage | 0 € |
| Berufseinsteiger-Bonuseinmalig, nur unter 25 Jahren | 0 € |
| Steuervorteil über die GünstigerprüfungErstattung aufs Konto, fließt nicht ins Depot | 162 € |
| Summe im Depot im ersten Jahr | 2.340 € |
Früher als mit 65 kommst du ohnehin nicht an das Geld, spätestens mit 70 muss die Auszahlung beginnen.
Kapital mit 67 vor Steuern:
0 €
Vereinfachte Berechnung nach dem Altersvorsorgereformgesetz. Gefördert werden Eigenbeiträge bis 1.800 Euro im Jahr, insgesamt einzahlen kannst du bis 6.840 Euro. Beiträge über 1.800 Euro erhöhen weder Zulage noch Sonderausgabenabzug. Die Kinderzulage beträgt einen Euro je Euro Eigenbeitrag, höchstens 300 Euro je Kind; 300 Euro Eigenbeitrag im Jahr reichen für die volle Zulage aller Kinder. Der Steuervorteil ist eine Näherung der Günstigerprüfung: Das Finanzamt vergleicht die Ersparnis aus dem Sonderausgabenabzug mit den Zulagen und erstattet nur die Differenz. Die Hochrechnung unterstellt eine konstante Rendite nach allen Kosten und gleichbleibende Beiträge bis zum gewählten Auszahlungsbeginn, tatsächliche Märkte schwanken. Sie unterstellt außerdem vereinfacht gleichbleibende Kinderzulagen, tatsächlich enden sie mit dem Kindergeldanspruch. Bei Angestellten läuft die Zulagenberechtigung bis zum tatsächlichen Rentenbeginn, bei Selbstständigen und Mitgliedern berufsständischer Versorgungswerke endet sie mit Vollendung des 67. Lebensjahres. Zulagen werden im Folgejahr gutgeschrieben, das ist hier vereinfacht abgebildet. Keine Anlage- oder Steuerberatung.
Bestehende Riester-Verträge genießen Bestandsschutz und laufen mit der alten Förderung weiter. Neu abschließen kannst du sie ab 2027 nicht mehr.
| Merkmal | Riester-Rente | Altersvorsorge-Depot |
|---|---|---|
| Anlage | Beitragsgarantie verpflichtend, dadurch überwiegend Anleihen | Keine Garantie im Standardfall, ETFs und Fonds, bis 100 Prozent Aktien |
| Grundzulage | Fest 175 Euro, gekürzt bei zu niedrigem Eigenbeitrag | Bis 540 Euro, beitragsproportional und einkommensunabhängig |
| Kinderzulage | 300 Euro je Kind ab Geburtsjahr 2008, sonst 185 Euro | Bis 300 Euro je Kind unabhängig vom Geburtsjahr. 25 Euro im Monat reichen für die volle Zulage aller Kinder |
| Berechtigte | Pflichtversicherte Arbeitnehmer und Beamte | Zusätzlich Selbstständige und Freiberufler |
| Ansparphase | Besteuerung je nach Produkt | Keine Abgeltungsteuer, keine Vorabpauschale, Umschichtungen steuerfrei |
| Kosten | Häufig 1,5 bis 2,5 Prozent im Jahr | Standardprodukt auf 1,0 Prozent gedeckelt, eigene ETF-Lösung deutlich darunter |
| Auszahlung | Verrentung Pflicht, höchstens 30 Prozent Einmalkapital | Auszahlplan bis mindestens 85 oder Leibrente, dazu bis 30 Prozent Einmalkapital |
| Todesfall | Übertrag auf Ehepartner förderunschädlich, für kindergeldberechtigte Kinder Waisenrente möglich | Übertrag nur auf Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner förderunschädlich, Waisenrente entfällt |
| Anbieterwechsel | Möglich, oft mit spürbaren Kosten | In den ersten fünf Jahren höchstens 150 Euro, danach kostenfrei |
Die Reform hat zwei Bausteine für Familien: die Kinderzulage in deinem eigenen Depot und die Frühstartrente, ein eigenes Vorsorgedepot für dein Kind. Dazu kommt die Frage, welches Geld besser frei verfügbar bleibt.
Für jeden Euro Eigenbeitrag gibt es pro Kind einen Euro Zulage, höchstens 300 Euro je Kind und Jahr. Entscheidend: 300 Euro Eigenbeitrag im Jahr, also 25 Euro im Monat, reichen für die volle Zulage aller Kinder gleichzeitig.
Die Zulage läuft, solange Kindergeld bezogen wird, und geht je Kind immer nur an einen Elternteil.
Beispiel mit drei Kindern: 300 Euro Eigenbeitrag, 150 Euro Grundzulage und 900 Euro Kinderzulage. Im Depot landen 1.350 Euro.
Für Kinder ab Geburtsjahrgang 2020 zahlt der Staat vom 6. bis zum 18. Geburtstag 10 Euro im Monat in ein Altersvorsorgedepot auf den Namen des Kindes. Du eröffnest den Vertrag, die Förderung kommt automatisch über den Anbieter.
Eltern, Großeltern oder Paten können bis 6.840 Euro im Jahr zuzahlen. Ohne eigenen Vertrag legt der Bund das Geld gesammelt an; dein Kind muss es dann bis 35 in einen eigenen Vertrag übertragen, sonst verfällt es.
Wichtig: Das ist ein bewusst eng gefasstes Produkt, nur als Standarddepot, mit kaum Spielraum und ohne Beratung im Produkt. Stand: vom Bundestag am 16. Oktober 2026 beschlossen, die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus.
Die Frühstartrente ist Altersvorsorge, kein Sparbuch für Führerschein, Studium oder die erste Wohnung. Vor 65 kommt dein Kind nur heran, wenn es die Förderung zurückzahlt und die Erträge versteuert.
Für Ziele vor dem Ruhestand bleibt ein klassisches Juniordepot flexibler. Oft ist beides sinnvoll: das Frühstart-Depot für die staatlichen 10 Euro, frei verfügbares Kapital für den Start ins Leben.
In beiden Fällen gilt: Mit 18 entscheidet dein Kind selbst über sein Depot.
Der Gesetzgeber hat die Frühstartrente als einfache Massenlösung gebaut, nicht als Gestaltungsinstrument. Das macht sie günstig und unkompliziert, aber auch sehr starr. Das solltest du wissen, bevor du größere Beträge der Familie dort einplanst.
Die Frühstartrente lässt sich ausschließlich über einen Standarddepot-Vertrag abbilden. Eine freie Fondsauswahl wie im Altersvorsorge-Depot der Eltern gibt es nicht, die Anlage folgt den gesetzlichen Vorgaben des Standardprodukts.
Das Geld ist grundsätzlich bis 65 gebunden. Für Ausbildung, Studium oder eine Immobilie lässt es sich nicht nutzen, eine Kündigung kostet die gesamte Förderung und löst Steuer auf die Erträge aus.
Der Vertrag wird online abgeschlossen, eine Beratung ist nicht vorgesehen. Laut Gesetzentwurf dürfen keine Abschluss- und Vertriebskosten erhoben werden, eine Beratungsunterstützung zum Vertrag selbst gibt es damit faktisch nicht.
Nicht beim Frühstart-Vertrag, sondern drumherum: Wie viel gebunden sein soll, was frei verfügbar bleibt, wie Kinderzulage und Elterndepot genutzt werden und wie Großeltern Vermögen sinnvoll weitergeben. Genau das ordnen wir mit dir ein.
| Merkmal | Juniordepot | Frühstartrente |
|---|---|---|
| Staatliches Geld | Keins | 10 Euro im Monat vom 6. bis zum 18. Geburtstag, insgesamt 1.440 Euro |
| Zuzahlungen | Unbegrenzt | Bis 6.840 Euro im Jahr, auch von Großeltern oder Dritten |
| Anlage | Frei wählbar | Nur Standarddepot nach gesetzlichen Vorgaben, Kosten gedeckelt |
| Beratung | Frei möglich | Nicht vorgesehen, Abschluss online |
| Steuer beim Ansparen | Laufend, beim Kind oft durch Freibeträge abgedeckt | Erträge steuerfrei bis zur Auszahlung |
| Verfügbarkeit | Ab 18 frei verfügbar | Grundsätzlich ab 65, vorher nur mit Rückzahlung der Förderung |
| Geeignet für | Ausbildung, Studium, Start ins Leben | Langfristige Altersvorsorge mit sehr langem Anlagehorizont |
Stell das Geburtsjahr deines Kindes oder Enkels und die geplanten Zuzahlungen ein. Der Rechner zeigt, was bis 18 und bis 65 entstehen kann, wie viel davon vom Staat kommt und was dieselbe Zuzahlung im eigenen Depot der Eltern bringen würde.
Zuzahlungen sind bis zum 18. Geburtstag eingerechnet, danach wächst das Depot ohne weitere Einzahlungen bis 65.
Ohne weitere Einzahlung mit 65: 0 €
| Vom Staat10 Euro im Monat vom 6. bis zum 18. Geburtstag | 0 € |
| Von den Eltern | 0 € |
| Von den Großeltern | 0 € |
| Erträge bis 18steuerfrei bis zur Auszahlung | 0 € |
| Depotwert mit 18 | 0 € |
| Staatliches Geld je Jahr über die Frühstartrente | 120 € |
| Staatliches Geld je Jahr im ElterndepotKinderzulage für dieses Kind plus Grundzulage | 0 € |
Vereinfachte Hochrechnung nach dem vom Bundestag am 16. Oktober 2026 beschlossenen Frühstartrentengesetz, die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus. Unterstellt ist ein Vertragsbeginn im Januar 2027, monatliche Einzahlungen und eine konstante Rendite nach allen Kosten; tatsächliche Märkte schwanken. Für den Geburtsjahrgang 2020 ist die rückwirkende Förderung ab Januar 2026 als Einmalbetrag zum Start abgebildet. Alle Werte sind nominal, also ohne Inflation, und vor Steuern. Das Kapital ist grundsätzlich bis 65 gebunden, die Anlage ist auf das Standarddepot beschränkt. Der Vergleich mit dem Elterndepot setzt voraus, dass ein Elternteil selbst förderberechtigt ist, Kindergeld bezieht und die Kinderzulage nicht schon über eigene Beiträge ausschöpft. Keine Anlage- oder Steuerberatung.
Für Großeltern: Zuzahlungen ins Frühstart-Depot sind eine Schenkung an das Enkelkind und gehören ab dem 18. Geburtstag vollständig dem Kind. Wer Vermögen gezielt an die nächste Generation weitergeben will, sollte das in die eigene Nachfolgeplanung einbetten, statt es isoliert zu entscheiden.
Gefördert werden 1.800 Euro Eigenbeitrag im Jahr, einzahlen darfst du bis 6.840 Euro, die Zulagen nicht mitgerechnet. Der Mehrbeitrag bekommt keine Zulage und keinen Sonderausgabenabzug. Er wächst aber im selben Steuermantel und wird bei der Auszahlung getrennt behandelt.
| Phase | Geförderter Teil (bis 1.800 € plus Zulagen) | Ungeförderter Teil (1.800 bis 6.840 €) |
|---|---|---|
| Einzahlung | Zulagen und Sonderausgabenabzug | Aus versteuertem Einkommen, keine Zulage |
| Ansparphase | Keine Steuer auf Erträge und Umschichtungen | Ebenfalls keine Steuer auf Erträge und Umschichtungen, keine Vorabpauschale |
| Auszahlung als Leibrente | Voll mit dem persönlichen Steuersatz | Nur der Ertragsanteil, abhängig vom Alter bei Rentenbeginn |
| Auszahlplan | Voll mit dem persönlichen Steuersatz | Nur der Ertrag, also Auszahlung minus eingezahlte Beiträge. Nach zwölf Jahren Laufzeit und ab 62 zur Hälfte angesetzt (Gesetzesauslegung, siehe offene Punkte) |
Ob sich der Mehrbeitrag lohnt, ist keine Steuer-, sondern eine Flexibilitätsfrage: Das Geld ist genauso bis 65 gebunden wie der geförderte Teil.
Das Gesetz steht, die Auslegung durch die Finanzverwaltung noch nicht. Ein Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums zum Altersvorsorge-Depot liegt bisher nicht vor. Diese Punkte sind deshalb offen, und wir sagen das lieber klar, als eine Sicherheit zu versprechen, die es noch nicht gibt.
Abgeleitet aus dem Gesetzesverweis in § 22 Nr. 5 Satz 2 EStG auf § 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG, die 12/62-Regel der Lebensversicherung. Die Fachliteratur liest das überwiegend so, bestätigt hat die Finanzverwaltung es noch nicht.
Einige Quellen rechnen beim ungeförderten Teil zusätzlich eine Fonds-Teilfreistellung ein. Wir halten das systematisch für unwahrscheinlich, weil es um Einkünfte aus einem Altersvorsorgevertrag geht und nicht um eine direkte Fondsanlage. Geklärt ist es nicht, deshalb rechnen wir ohne.
Ob die 6.840 Euro je Person oder je Vertrag gelten, wird unterschiedlich dargestellt. Der Bundesrat will eine Verdopplung über einen zweiten Vertrag ausdrücklich ausschließen. Plane mit einem Höchstbetrag je Person.
Für Pflichtversicherte in der Krankenversicherung der Rentner spricht die bisherige Praxis bei Riester dagegen, dass Beiträge anfallen. Eine ausdrückliche Regelung für das neue Depot fehlt. Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen grundsätzlich Beiträge auf die Auszahlung.
Vom Bundestag am 16. Oktober 2026 beschlossen. Das Gesetz braucht noch die Zustimmung des Bundesrats, Details können sich bis dahin ändern.
Wir aktualisieren diese Seite, sobald es amtliche Klarstellungen gibt. Bis dahin rechnen wir in der Beratung vorsichtig und stimmen steuerliche Detailfragen mit Steuerberatern ab.
Die pauschale Antwort "immer wechseln" wäre falsch. Was sich rechnet, hängt von Vertragsalter, Kostenquote, Garantiezins und Restlaufzeit ab. Sicher ist nur eines: Kündigen ist der teuerste aller Wege, denn dann sind alle Zulagen und Steuervorteile zurückzuzahlen.
Der bestehende Riester läuft unverändert weiter, mit der bisherigen Förderung. Kein Aufwand und keine Kosten, aber auch keine Verbesserung bei Anlage und Gebühren.
Passt bei Verträgen, die nachweislich gut laufen, oder bei einem hohen Garantiezins, den du nicht aufgeben willst.
Der Vertrag bleibt beim Anbieter, künftige Beiträge werden nach der neuen Systematik bezuschusst. Setzt voraus, dass dein Anbieter den Tarif technisch umstellt.
Passt bei hohem Garantiezins oder kurzer Restlaufzeit, wenn sich ein Übertrag nicht mehr amortisiert. Für Familien oft interessant, weil die neue Kinderzulage schon mit 25 Euro im Monat voll greift.
Das angesparte Kapital wandert in einen neuen Vertrag. Alle bisherigen Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten, nichts wird zurückgefordert. Ab dann arbeitet das Geld ohne Garantiekosten am Markt.
Passt bei klassischen Verträgen mit hohen Kosten und niedriger Renditeerwartung, also bei einem großen Teil der Bestände.
Beim Übertrag darf der abgebende Anbieter in den ersten fünf Vertragsjahren höchstens 150 Euro berechnen, ab dem sechsten Jahr ist der Wechsel kostenfrei. Der Wechsel passiert nicht automatisch, du musst ihn anstoßen.
Die meisten Texte zum Altersvorsorge-Depot sind für 30-Jährige geschrieben. Ab 50 sieht die Rechnung anders aus, in beide Richtungen.
Du hast einen Riester-Vertrag und willst wissen, ob sich der Wechsel rechnet? Ich schaue mir deine Standmitteilung an und rechne die drei Wege gegeneinander.
Das Produkt ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber Riester. Ein Allheilmittel ist es nicht.
Vorher kommst du nur an dein Geld, wenn du die gesamte Förderung zurückzahlst. Als Notreserve taugt das Depot nicht.
Der geförderte Teil wird mit dem persönlichen Steuersatz besteuert. Das ist der Preis für die steuerfreie Ansparphase.
Für eine größere Renovierung, eine Pflegesituation oder eine Unterstützung der Kinder kommst du an das gebundene Kapital nicht heran.
Einmal gestartet, lässt er sich nicht beliebig anpassen. Flexibilität im Ruhestand entsteht in frei verfügbarem Vermögen.
Ehe- und eingetragene Lebenspartner können das Guthaben förderunschädlich in einen eigenen Vertrag übertragen. Kinder und alle anderen Erben bekommen es ausgezahlt, abzüglich sämtlicher Zulagen und Steuervorteile.
Auf die ersten 360 Euro im Jahr gibt es 50 Prozent, danach 25 Prozent, ab 1.800 Euro gar nichts mehr.
Als Tilgungsersatz für eine Immobilienfinanzierung taugt das Depot nicht. Entnahmen für wohnwirtschaftliche Zwecke sind dagegen vorgesehen.
Ohne Garantie und bei gleicher Besteuerung bleiben vor allem höhere Kosten. Achte auf die Effektivkostenquote, nicht auf den Namen.
Ein Hinweis zu einer Zahl, die im Netz häufig auftaucht: Ein Geringverdiener-Bonus von 175 Euro für Einkommen unter 26.250 Euro stand in einem früheren Reformentwurf und steht nicht im verkündeten Gesetz. Die 175 Euro im Gesetzestext sind die Obergrenze der Grundzulage für mittelbar zulageberechtigte Ehepartner.
Kein komplizierter Prozess, kein Druck. Nur ein offenes Gespräch, und dann siehst du schwarz auf weiß, was sich für dich rechnet.
Wir schauen uns an, was du bereits hast: Riester, betriebliche Altersversorgung, private Verträge, freies Kapital. Ohne diesen Überblick ist jede Produktfrage Raten.
Effektivkosten, Garantiezins, Restlaufzeit, Kinderzulagen und Förderquote kommen in eine Rechnung. Am Ende steht eine Zahl, kein Bauchgefühl.
Wenn sich der Wechsel lohnt, kümmern wir uns um die Formalitäten. Und wir legen fest, wie viel deines Vermögens überhaupt gebunden werden darf, damit der Ruhestand flexibel bleibt.
Am 1. Januar 2027. Das Altersvorsorgereformgesetz wurde am 29. Mai 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet, die Konditionen stehen damit fest. Angebote der Anbieter gibt es ab Anfang 2027.
120 Euro im Jahr, also 10 Euro im Monat. Darunter gibt es keine Zulage, auch keine anteilige. Maßgeblich ist der im gesamten Beitragsjahr geleistete Eigenbeitrag, nicht der Zeitpunkt der Einzahlung.
300 Euro Eigenbeitrag im Jahr, also 25 Euro im Monat. Pro Euro Eigenbeitrag gibt es je Kind einen Euro Zulage, höchstens 300 Euro je Kind. Mit 300 Euro Eigenbeitrag ist die Zulage deshalb für alle Kinder gleichzeitig ausgeschöpft, bei drei Kindern sind das 900 Euro. Voraussetzung ist der Kindergeldbezug, und je Kind bekommt nur ein Elternteil die Zulage.
Ja, über die Frühstartrente. Für Kinder ab Geburtsjahrgang 2020 zahlt der Staat vom 6. bis zum 18. Geburtstag 10 Euro im Monat in ein Depot auf den Namen des Kindes, das die Eltern eröffnen. Familie und Dritte können bis 6.840 Euro im Jahr zuzahlen. Für ältere Kinder ist ein solcher Vertrag ebenfalls möglich, dann aber ohne staatliche Einzahlung. Wichtig: Die Frühstartrente ist bewusst eng gefasst. Sie läuft nur als Standarddepot, ist bis 65 gebunden und wird ohne Beratung online abgeschlossen. Das Gesetz hat der Bundestag am 16. Oktober 2026 beschlossen, die Zustimmung des Bundesrats steht noch aus.
Das Depot geht vollständig auf dein Kind über und kann als eigenes Altersvorsorge-Depot weiterlaufen, mit der normalen Förderung, sobald es selbst förderberechtigt ist. Ausgezahlt wird grundsätzlich erst ab 65. Kündigt dein Kind vorher, muss es die Frühstartrente zurückzahlen und die Erträge versteuern.
Nein. Bei einer Kündigung sind sämtliche Zulagen und Steuervorteile zurückzuzahlen. Sinnvolle Alternativen sind: weiterlaufen lassen, beitragsfrei stellen oder das Guthaben in das neue System übertragen. Beim Übertrag bleibt die bisherige Förderung vollständig erhalten.
Eine Entnahme ist möglich, gilt aber als förderschädlich. Alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile sind zurückzuzahlen, die enthaltenen Erträge werden nachversteuert. Ausgenommen sind Entnahmen für wohnwirtschaftliche Zwecke wie Kauf, Bau oder energetische Sanierung.
Gefördert werden Eigenbeiträge bis 1.800 Euro im Jahr. Insgesamt darfst du bis 6.840 Euro im Jahr einzahlen, die Zulagen zählen nicht mit. Der Teil über 1.800 Euro bekommt keine Zulage und keinen Sonderausgabenabzug, wächst aber ohne Vorabpauschale und mit steuerfreien Fondswechseln.
Getrennt vom geförderten Teil, und günstiger. Versteuert wird nicht die Auszahlung, sondern nur der darin enthaltene Ertrag. Als Leibrente gilt die Ertragsanteilsbesteuerung, beim Auszahlplan nach der überwiegenden Auslegung der Ertrag nach zwölf Jahren Laufzeit und ab 62 nur zur Hälfte. Der geförderte Teil wird dagegen voll mit deinem persönlichen Steuersatz besteuert. Ein Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums steht noch aus, die Details sind deshalb offen.
Nein. Zulässig sind ETFs und Investmentfonds innerhalb der gesetzlich definierten Risikoklassen, Anleihen der EU-Staaten sowie deutscher Länder und Gemeinden und Geldmarktfonds. Einzelaktien, Kryptowerte und Hebelprodukte sind ausgeschlossen. Ein weltweit streuender Aktien-ETF ist möglich.
Nein, und das ist einer der größten Vorteile. Du kannst beliebig oft zwischen zulässigen Fonds wechseln, ohne dass Abgeltungsteuer anfällt. Auch das schrittweise Herunterfahren der Aktienquote vor dem Ruhestand kostet damit keine Steuer.
Ja, aber mit einem wichtigen Unterschied. Dein Ehe- oder eingetragener Lebenspartner kann das Guthaben ohne Abzüge auf einen eigenen Altersvorsorgevertrag übertragen. Das passiert nicht automatisch, sondern muss beantragt werden. Kinder und alle anderen Erben bekommen das Guthaben ausgezahlt, abzüglich aller Zulagen und Steuervorteile, und versteuern die Erträge. Die bei Riester mögliche Waisenrente für Kinder gibt es nicht mehr.
Ja. In den ersten fünf Vertragsjahren darf der abgebende Anbieter höchstens 150 Euro berechnen, ab dem sechsten Jahr ist der Wechsel kostenfrei. Die Förderung bleibt dabei vollständig erhalten.
Das hängt davon ab, wie viel Kapital du ohnehin frei verfügbar hast. Die Förderquote ist unabhängig vom Alter und damit attraktiv. Der Preis ist die Bindung bis 65, die eingeschränkte Auszahlung und die eingeschränkte Vererbung an Kinder. Wer bereits viele gebundene Bausteine hat, fährt mit frei verfügbarem Vermögen oft besser. Das lässt sich nur an deinen Zahlen entscheiden.
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Ob sich der Wechsel aus einem bestehenden Riester-Vertrag lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind Effektivkosten, Garantiezins, Restlaufzeit und deine Familiensituation. Genau das rechnen wir im Riester-Check gemeinsam durch, mit deinen echten Zahlen. Für Familien gehören Kinderzulage und Frühstartrente mit in die Rechnung.
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